Andreas Löschel im Gespräch mit „WISO“
Hohe Strom- und Spritpreise belasten derzeit Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „WISO“ sprach der Ökonom und Energie- und Klimaexperte Prof. Dr. Andreas Löschel über die Frage, welche Rolle die Politik angesichts steigender Mobilitätskosten einnehmen sollte und wie sich Bezahlbarkeit und Klimaschutz miteinander verbinden lassen.
Dabei betonte Löschel, dass es nicht allein darum gehe, kurzfristig Preise zu senken, sondern strukturelle Lösungen für die Energieversorgung und Mobilität zu schaffen: „Es geht darum, Verbräuche runterzubringen, besser zu diversifizieren und eben Alternativen nach vorne zu bringen.“
Andreas Löschel hat seit 2021 den Lehrstuhl für Umwelt-/Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum inne. Seit 2011 ist er Vorsitzender der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“ der Bundesregierung. Zudem leitet er seit 2017 das Virtuelle Institut Smart Energy in Nordrhein-Westfalen. Als Leitautor war er außerdem an den letzten beiden Sachstandsberichten des Weltklimarates IPCC beteiligt.
Andreas Löschel als Redner
In seinen Vorträgen verbindet Andreas Löschel wissenschaftliche Expertise mit der Einordnung aktueller wirtschafts- und energiepolitischer Entwicklungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um die Energiewende, Klimaschutz, Energieversorgung und die Transformation hin zur Klimaneutralität.
Dabei beleuchtet er auch die wirtschaftlichen Folgen des Wandels: Wie lassen sich Energieversorgung und Wettbewerbsfähigkeit sichern? Welche Rahmenbedingungen benötigen Unternehmen für die Transformation? Und welche Chancen entstehen durch neue Technologien und nachhaltige Geschäftsmodelle?
Andreas Löschel macht komplexe Zusammenhänge verständlich und gibt Impulse für die Diskussion darüber, wie eine klimaneutrale Wirtschaft gelingen kann, ohne dabei die ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen aus dem Blick zu verlieren.

