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Claudia Major

Claudia Major zu Gast bei „Maybrit Illner“

Die promovierte Politikwissenschaftlerin Claudia Major, Senior Vice President for Transatlantic Security im Executive Team des German Marshall Fund (GMF), einem unabhängigen transatlantischen Think Tank mit Hauptsitz in Washington und mehreren europäischen Standorten, war zu Gast in der ZDF-Talksendung „Maybrit Illner“. Gemeinsam mit weiteren Gästen, darunter der CDU-Politiker Armin Laschet, diskutierte sie über die sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas und die Zukunft der internationalen Ordnung. Die Sendung stand unter dem Titel „Krieg oder Frieden – Trumps Chaos, Europas Chance?“.

Im Zentrum der Debatte standen die Entwicklungen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Rolle der Vereinigten Staaten in einer zunehmend instabilen Weltlage sowie die Frage, welche Verantwortung Europa künftig für seine eigene Sicherheit übernehmen muss. Während militärische Erfolge der Ukraine ihre Position in möglichen Verhandlungen stärken könnten, erschweren die aktuellen geopolitischen Krisen diplomatische Fortschritte. Die USA sind durch den Konflikt mit dem Iran außenpolitisch stark gefordert, Europa sucht weiterhin nach einer geschlossenen Strategie, und Russland intensiviert seine Angriffe auf ukrainische Städte, darunter auch die Hauptstadt Kiew.

Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, wie realistisch neue Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sind, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und welche Akteure dabei eine vermittelnde Rolle übernehmen können. Claudia Major betonte die Bedeutung eines langfristigen und koordinierten Ansatzes des Westens gegenüber Russland:

„Es war ja immer das Ziel, Russland an den Verhandlungstisch zu bekommen. Durch den wirtschaftlichen Druck, durch den politischen Druck und durch den militärischen Druck. Und was wir jetzt gerade beobachten, ist möglicherweise ein struktureller Wandel.“

Mit dieser Einschätzung verwies sie auf die tiefgreifenden Veränderungen der europäischen Sicherheitsarchitektur sowie auf die wachsende Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Rolle der Vereinigten Staaten als sicherheitspolitischer Garant Europas. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Verhandlungen nur dann Erfolg versprechen, wenn sie aus einer Position der Stärke heraus geführt werden und von einer glaubwürdigen politischen und militärischen Unterstützung der Ukraine begleitet werden.

Claudia Major zählt zu den renommiertesten Sicherheitsexpertinnen Deutschlands. Von 2010 bis 2024 leitete sie die Forschungsgruppe Sicherheitspolitik an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und prägte dort die sicherheitspolitische Debatte in Deutschland maßgeblich mit. Darüber hinaus war sie von 2010 bis 2024 Mitglied im „Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung“ des Auswärtigen Amtes. Im Jahr 2023 berief Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sie in den „Beirat Innere Führung“, der die Bundeswehr bei Fragen der Werteorientierung und Führungskultur berät.

In politischen Talkshows, Fachkonferenzen und Medieninterviews wird Claudia Major regelmäßig als Expertin für europäische Sicherheit, NATO-Strategien und transatlantische Beziehungen gefragt. Ihre Analysen zeichnen sich durch eine fundierte Einordnung komplexer geopolitischer Entwicklungen aus und leisten einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Diskussion über die Zukunft der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Zur Sendung „Maybrit Illner“

 

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