Lars Feld im Interview mit der „Tagesschau“
Lars Feld, früherer Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, äußerte sich in einem Interview mit der „Tagesschau“ kritisch zu den von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen gegen die steigenden Kraftstoffpreise infolge des Kriegs im Iran. Diskutiert werden unter anderem Instrumente wie ein staatlich festgelegter Preisdeckel oder die Einführung einer Übergewinnsteuer für Energieunternehmen.
Feld hält diese Ansätze jedoch für wenig geeignet, um die aktuelle Situation nachhaltig zu entschärfen. Seiner Einschätzung nach greifen solche Eingriffe zu stark in die Marktmechanismen ein und könnten langfristig sogar kontraproduktiv wirken. Stattdessen betont er die Bedeutung funktionierender Preissignale: „Es ist dringend erforderlich, die Preisbewegungen wirken zu lassen, weil das dann zu den Einschränkungen im Verbrauch führt, die man braucht“, erklärte der Ökonom. Als Direktor des Walter Eucken Instituts plädiert Feld damit für eine eher marktwirtschaftliche Herangehensweise.

