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Ökonomin Monika Schnitzer

Monika Schnitzer zu Gast bei „Caren Miosga“

Top-Ökonomin Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (der sogenannten „Wirtschaftsweisen“), war zu Gast in der ARD-Sendung „Caren Miosga“. Dort diskutierte sie gemeinsam mit weiteren Gästen – unter anderem dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn – über die Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger angesichts stark gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs.

Die Bundesregierung reagierte auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise mit einem Maßnahmenpaket, das insbesondere Haushalte mit hohen Energiekosten unterstützen soll. Geplant ist unter anderem eine Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter. Zusätzlich soll Arbeitgebern ermöglicht werden, ihren Beschäftigten eine steuerfreie Einmalprämie von bis zu 1.000 Euro auszuzahlen. Ziel dieser Schritte ist es, kurzfristig Kaufkraft zu sichern und die Belastungen durch steigende Mobilitäts- und Lebenshaltungskosten abzufedern.

Gleichzeitig stößt das Entlastungspaket auf deutliche Kritik – sowohl aus der Wissenschaft als auch aus Teilen der Koalition und der Wirtschaft. Kritiker bemängeln insbesondere, dass die Maßnahmen sozial nicht treffsicher genug seien und teilweise falsche Anreize setzen könnten. So wird etwa argumentiert, dass eine pauschale Senkung der Energiesteuer vor allem Haushalten zugutekommt, die häufiger und längere Strecken mit dem Auto zurücklegen, während Menschen mit geringem Einkommen oder ohne eigenes Fahrzeug weniger profitieren.

Auch Monika Schnitzer äußerte sich in der Sendung entsprechend kritisch: „Wer Auto fährt, kann sich schonmal zumindest ein Auto leisten, das heißt, wir reden hier nicht über die Allerärmsten“, betonte die Wirtschaftswissenschaftlerin. Aus ihrer Sicht sollten staatliche Entlastungsmaßnahmen stärker zielgerichtet ausgestaltet werden, um insbesondere einkommensschwächere Haushalte zu erreichen, die unter steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten besonders leiden.

Schnitzer ist Professorin für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und zählt zu den profiliertesten Stimmen der deutschen Wirtschaftswissenschaft. Bereits 2020 wurde sie vom Manager Magazin zu einer der hundert einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft gewählt. Als Vorsitzende der Wirtschaftsweisen spielt sie eine zentrale Rolle bei der wirtschaftspolitischen Beratung der Bundesregierung – insbesondere in Zeiten internationaler Krisen, steigender Inflation und wachsender Unsicherheit auf den Energiemärkten.

Die Debatte um die Wirksamkeit der Entlastungsmaßnahmen zeigt, wie schwierig es ist, in einer geopolitisch angespannten Lage schnelle und zugleich sozial ausgewogene wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen. Während kurzfristige Hilfen vielen Haushalten zunächst spürbare Erleichterung bringen können, bleibt langfristig die Frage entscheidend, wie Energieabhängigkeit reduziert, Versorgungssicherheit gestärkt und soziale Gerechtigkeit besser berücksichtigt werden können.

Zur Sendung „Caren Miosga“

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