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Ökonom Moritz Schularick

Ökonom Moritz Schularick zu Gast bei „Markus Lanz“

Der Ökonom Moritz Schularick, Präsident des Kieler Institut für Weltwirtschaft, war zu Gast in der Talkshow „Markus Lanz“ und analysierte dort die möglichen wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Iran für Deutschland und Europa. Gemeinsam mit weiteren Gästen – darunter die Energie- und Umweltexpertin Claudia Kemfert – diskutierte er die komplexen Zusammenhänge zwischen geopolitischen Konflikten, Energiepreisen und wirtschaftlicher Stabilität.

Ein Punkt seiner Ausführungen war die Frage, welche Akteure von der aktuellen Situation profitieren. Schularick verwies darauf, dass insbesondere große Ölexporteure – etwa die USA – kurzfristig Vorteile aus steigenden Energiepreisen ziehen könnten. Währenddessen sehen sich importabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert, die sowohl Unternehmen als auch private Haushalte belasten und das Wirtschaftswachstum dämpfen können.

Darüber hinaus hob Schularick die strukturelle Dimension des Konflikts hervor. Aus seiner Sicht sei es bemerkenswert – und zugleich problematisch –, dass ein Krieg mit weitreichenden globalen Folgen geführt werde, ohne dass Europa maßgeblich in die Entscheidungsprozesse eingebunden gewesen sei. Gleichzeitig trage der europäische Kontinent, insbesondere Deutschland, einen erheblichen Teil der wirtschaftlichen Konsequenzen, etwa durch steigende Energiepreise und erhöhte Unsicherheiten auf den Märkten.

„Das bringt nochmal in Erinnerung, in welchem Maße Europa einfach ein Zwerg ist auf der globalen Ebene, wenn es um solche strategischen Fragen geht“, erklärte Schularick. Mit dieser Einschätzung machte er deutlich, dass Europa im internationalen Machtgefüge oft weniger Einfluss besitzt, als es seiner wirtschaftlichen Bedeutung entsprechen würde.

Neben der kurzfristigen Krisenanalyse wurde in der Sendung auch die langfristige Perspektive thematisiert. Schularick betonte, dass Europa seine wirtschafts- und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit stärken müsse, um in Zukunft unabhängiger agieren zu können. Dazu gehörten nicht nur Investitionen in die eigene Energieversorgung und Infrastruktur, sondern auch eine engere außen- und sicherheitspolitische Abstimmung innerhalb der Europäischen Union.

Als Professor für Volkswirtschaftslehre an Sciences Po ordnete Schularick die aktuellen Entwicklungen in einen größeren globalen Kontext ein und machte deutlich, dass wirtschaftliche Stärke allein nicht ausreiche, um geopolitischen Einfluss zu sichern. Vielmehr brauche es eine strategische Neuausrichtung Europas, um in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung bestehen zu können

Zur Sendung „Markus Lanz“

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