Rüdiger von Fritsch zu Gast im „ZDF-Mittagsmagazin“
Der ehemalige deutsche Botschafter in Moskau und Warschau, Rüdiger von Fritsch, war zu Gast im „ZDF-Mittagsmagazin“ und sprach mit Moderatorin Mirjam Meinhardt über sein kürzlich erschienenes Buch „Die Geschichte in mir“. In dem Werk setzt sich von Fritsch intensiv mit seiner Familiengeschichte auseinander – einer Vergangenheit, die ihn über viele Jahre hinweg geprägt und beschäftigt hat.
Im Gespräch erläuterte er die persönlichen Beweggründe, die ihn zum Schreiben des Buches bewegt haben. Dabei machte er deutlich, dass das Werk zunächst vor allem aus einem inneren Bedürfnis heraus entstanden sei – als persönliche Auseinandersetzung mit Erinnerung, Herkunft und Geschichte. Besonders überrascht zeigte sich der Diplomat über den großen Erfolg des Buches unmittelbar nach dessen Veröffentlichung.
„Ich habe das Buch natürlich im Wesentlichen auch für mich geschrieben, für Menschen meiner Generation, und habe überhaupt nicht darauf geschaut oder gedacht, was damit geschehen wird. Das entwickelt jetzt ein eigenes Leben unabhängig von mir“, erklärte von Fritsch im Interview.
Rüdiger von Fritsch war von 2014 bis 2019 deutscher Botschafter in Moskau, nachdem er bereits zwischen 2010 und 2014 als deutscher Botschafter in Warschau tätig gewesen war. Durch seine langjährige diplomatische Erfahrung zählt er heute zu den profiliertesten deutschen Experten für Russland, Osteuropa und geopolitische Entwicklungen. Seit 2020 ist er Partner der Beratungsagentur Berlin Global Advisors, zudem berät er seit 2023 McKinsey & Company in geopolitischen Fragen.
Als genauer Kenner der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Russland analysiert von Fritsch regelmäßig den Krieg in Europa, die Strategie der Moskauer Führung sowie die Auswirkungen internationaler Konflikte auf die globale Ordnung. Seine Einschätzungen gelten aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit vor Ort als besonders fundiert und bieten wertvolle Einblicke in das Denken der russischen Machtelite.

