„Tödlicher Himalaya”: Dreiteilige Doku über Benedikt Böhm ab sofort in der ARD Mediathek
Die Dokumentation „Tödlicher Himalaya“ des Bayerischen Rundfunks erzählt die Geschichte der beiden Alpinisten Benedikt Böhm, CEO und Gesellschafter der Firma Lupine, und Sebastian Haag, die das Speedbergsteigen maßgeblich geprägt haben. Vor rund zwei Jahrzehnten begannen sie, extreme Höhenbesteigungen in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen und verschoben damit die Grenzen dieser Disziplin. Die dreiteilige Reihe begleitet ihren gemeinsamen Weg, ihren starken Ehrgeiz und die besondere Faszination, Berge unter enormem Zeitdruck zu erklimmen.
Die beiden verbindet nicht nur der Sport, sondern auch eine enge Freundschaft. Doch im Jahr 2014 endet eine gemeinsame Tour im Himalaya tragisch: Kurz unterhalb des Gipfels werden Sebastian Haag und weitere Mitglieder der Gruppe von einer Lawine erfasst. Benedikt Böhm muss aus der Distanz miterleben, wie sein langjähriger Freund ums Leben kommt.
Mehr als ein Jahrzehnt später, im Jahr 2025, kehrt Benedikt an jenen Berg zurück, an dem er einst zusammen mit Haag einen Rekord im Speedbergsteigen aufgestellt hatte. Diesmal steht jedoch nicht der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund. Die Reise wird zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit: mit dem Verlust seines Freundes, mit den belastenden Erinnerungen an das Unglück und auch mit der Kritik, die ihm nach seinen öffentlichen Auftritten im Anschluss an die Katastrophe entgegengebracht wurde.
Die Rückkehr zwingt ihn dazu, sich grundlegenden Fragen zu stellen – nach Verantwortung und Risiko im Extrembergsteigen, nach Entscheidungen in lebensgefährlichen Situationen und nach dem Preis, den Menschen zahlen, die die Grenzen des Möglichen in den Bergen ausloten. Am Ende bleibt die Frage, ob es ihm gelingt, mit dem Erlebten Frieden zu schließen.

