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24
Sep

Die 4-Tage-Woche: ein großer Wurf?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. allgemeiner Freizeit wird für viele Menschen in Deutschland immer wichtiger, so steigt der Wunsch nach einer gesunden Work-Life-Balance stetig. Dennoch arbeiten die Deutschen laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung im Schnitt mehr, als sie eigentlich möchten. Wäre eine 4-Tage-Woche ein Schritt, der bei Beschäftigten zu mehr Wohlbefinden führen könnte – ohne dass Unternehmen dadurch Einbußen beim Arbeitspensum hinnehmen müssten? Eine im Juni dieses Jahres gemeinsam veröffentlichte Studie des britischen Thinktanks „Autonomy“ und der isländischen „Association for Sustainability and Democracy“ lässt in dieser Frage aufhorchen.

Von 2015 bis 2019 nahmen mehr als 2500 Vollzeitbeschäftige in Island an der Studie teil. Sie arbeiteten in Behörden, Pflege- und Bildungseinrichtungen sowie Dienstleistungsunternehmen. Ein Teil der Probanden arbeitete regulär 40 Stunden die Woche. Die Kontrollgruppe arbeitete vier bis fünf Stunden weniger, erhielt aber dasselbe Gehalt. Durch Tests und Interviews wurden bei dem Experiment Faktoren wie Arbeitsleistung, Work-Life-Balance sowie das Wohlbefinden abgefragt.

Am Ende konnten die Studienautoren ein positives Fazit für die Gruppe ziehen, die bei gleichem Gehalt weniger gearbeitet hatte. Ihre Produktivität blieb trotz der Stundenreduktion konstant oder stieg sogar an. Außerdem berichteten die Arbeitnehmer von einem gestiegenen Wohlbefinden sowie einer verbesserten Work-Life-Balance. Auch der Teamgeist habe sich auf der Arbeit verbessert.

Die Effekte konnten von den Forschern über den gesamten Untersuchungszeitraum festgestellt werden. Allein in der anfänglichen Umstellungsphase gab es eine leichte Erhöhung des Workloads. Durch Anpassungsmaßnahmen etablierten sich jedoch schnell neue Arbeitsabläufe. Somit kam es durch die Arbeitszeitverkürzung nicht zu einem ernsthaften Überarbeitungsrisiko.

Die Studie stellte jedoch auch klar, dass es mit einer pauschalen Arbeitszeitverkürzung nicht getan ist. So würden, beispielsweise im Pflegesektor, auch Kosten entstehen, da mehr Personal eingestellt werden müsste. Die Studienautoren weisen allerdings darauf hin, dass in vielen Branchen durch die 4-Tage-Woche Produktivitätszuwächse und Gewinne zu erwartet wären und derartige Mehrkosten also als verhältnismäßig gering zu bewerten seien.

Unsere Rednerinnen und Redner bieten Ihnen auf Ihren Veranstaltungen spannende Einblicke in die Themen Stressmanagement, Work-Life-Balance sowie Leistung und Gesundheit.

Kerstin Plehwe

Politik-Analystin, Bestsellerautorin & Beraterin

Lothar Seiwert

Deutschlands bekanntester Zeitmanagement-Experte

Sabine Schonert-Hirz

Stressmanagement- und Gesundheitsexpertin, Moderatorin

 

Quelle: www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de

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