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5
Apr

Deutschland besonders stark von Digitalisierung betroffen

Roboter und künstliche Intelligenz  werden in Unternehmen immer wichtiger. Je mehr die Digitalisierung und dadurch die Automatisierung voranschreiten, desto häufiger wird die Frage gestellt: Was passiert künftig mit den Arbeitnehmern und ihren Jobs, wenn die Technologisierung immer mehr um sich greift?

Forscher der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) haben nun untersucht, wie viele Jobs in den 32 Mitgliedsstaaten der OECD tatsächlich durch die nächste Welle der Digitalisierung verschwinden könnten. Basis der Untersuchung sind Daten der repräsentativen PIAAC-Untersuchung der OECD, bei der in jedem Land rund 5000 Menschen dazu befragt wurden, welche Tätigkeiten sie in ihrem Beruf ausüben.

Die Forscher kamen zu dem verblüffenden Ergebnis, dass Deutschland besonders stark von der Automatisierung an den Arbeitsplätzen betroffen sein wird. Die Forscher schreiben, dass Roboter und Software in Deutschland deutlich mehr Stellen ersetzen könnten, als in anderen wohlhabenden Ländern.

Aus der Studie geht hervor, dass in den nächsten 15 bis 20 Jahren hierzulande fast jeder fünfte Arbeitnehmer durch Maschinen ersetzt werden könnte. Weitere 36 Prozent der Arbeitnehmer müssen sich darauf einstellen, dass sich ihr Arbeitsalltag erheblich verändert, da ein Großteil ihrer Tätigkeiten mittelfristig von neuer Technik erledigt werden kann. Damit liegt Deutschland weit über dem Durchschnitt der anderen OECD-Länder, in denen im Schnitt bloß etwa 14 Prozent der Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt werden können. Ein weiteres Drittel muss sich auch in diesen Staaten auf eine drastische Änderung ihres Arbeitsalltags aufgrund von Technik wie Computern und Algorithmen einstellen.

Fünf Staaten dürften laut der Forscher allerdings noch stärker von der Digitalisierung betroffen sein als Deutschland: Japan, Griechenland, die Türkei, Litauen und die Slowakei. Die Forscher stufen beispielsweise das Risiko der Arbeitnehmer in der Slowakei, infolge der beschleunigenden Technologisierung durch Maschinen ersetzt zu werden, mit 33 Prozent als sehr hoch ein. In Norwegen dürfte die Digitalisierung in dieser Form nur etwa sechs Prozent der Beschäftigten treffen. „Grundsätzlich sind Stellen in angelsächsischen Ländern, in den nordischen Ländern und in den Niederlanden weniger leicht Opfer der Automatisierung als Jobs in Osteuropa, Südeuropa, Deutschland, Chile und Japan“, schreiben die Forscher.

Forschungsleiterin Glenda Quintini sieht zwei Gründe dafür, dass die Arbeitsplätze in Deutschland so sehr von der Digitalisierung betroffen sein werden. „Die Struktur der Industrie spielt eine Rolle“, sagt sie. Volkswirtschaften mit großen Industrien hätten ein höheres Risiko für Automatisierung. Ausschlaggebend sei aber, dass sich die Tätigkeitsprofile trotz gleicher Berufsbezeichnungen von Land zu Land mitunter stark unterscheiden. „Ein Mechaniker, der in der Fabrik eines deutschen Autoherstellers arbeitet, wird ganz andere Tätigkeiten haben als ein Meister in einer kleinen Autowerkstatt in Italien – obwohl beide die gleiche Berufsbezeichnung haben“, erklärt Quintini. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei den Jobs in Deutschland tendenziell weniger soziale Intelligenz von Nöten ist als in ähnlichen Berufen in anderen Ländern. Und soziale Intelligenz lasse sich erst einmal nicht durch Algorithmen und Maschinen ersetzten.

Außerdem werden insbesondere junge Arbeitnehmer laut der OECD-Untersuchung von der nächsten Welle der Digitalisierung betroffen sein. Heutige Teenager haben die Forscher als besondere Gruppe bei der Automatisierung ausgemacht. Einsteigerjobs, etwa in der Buchhaltung, könnten sich besonders leicht durch Maschinen ersetzten lassen. Ältere Kollegen könnten hingegen etwas leisten, was die Maschinen nicht können, wie zum Beispiel Entscheidungen fällen, Verträge verhandeln, andere beraten. „Selbst wenn junge Arbeitnehmer den gleichen Jobtitel haben wie ältere Kollegen, werden sie solche Tätigkeiten weniger oft ausüben“, meint Quentini. Die Forscher erklären in ihrer Untersuchung: „Automatisierung wird mit großer Wahrscheinlichkeit eher für Jugendarbeitslosigkeit sorgen als für eine Welle von Frühverrentungen.“

Während Volkswirte der Bank ING-Diba in einer von den USA auf Deutschland übertragenden Studie dazu kamen, dass die Digitalisierung langfristig 18 Millionen Stellen hierzulande bedrohe, halten andere Wissenschaftler wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) diese Prognosen für zu hoch gegriffen. Die Befragung von 2000 Managern hatte ergeben, dass die Digitalisierung von 2011 bis 2016 dazu geführt hatte, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet wurden. Ob sich diese Entwicklung auch in Hinblick auf den Wirtschaftsboom im letzten Jahr fortführen lässt, kann noch nicht gesagt werden.

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Quelle: www.welt.de

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